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Infografik: Medikamente spritzen

Neben Tabletten oder Salben können Medikamente auch als Spritze verabreicht werden. Diese Infografik gibt einen Überblick über die Anwendung und Besonderheiten der intravenösen, intramuskulären und subkutanen Injektion.

 

Abb.: Ausschnitt aus der Infografik "Medikamente spritzen" (Klicken Sie, um die komplette Infografik zu sehen)

 

Warum Medikamente spritzen?

Medikamente z. B. in Form von Tabletten zu verabreichen, erscheint auf den ersten Blick angenehmer, als eine Spritze zu bekommen. Doch bei Tabletten muss der Wirkstoff erst über den Magen oder Darm aufgenommen werden. Dies dauert zum einen eine gewisse Zeit, zum anderen kann dabei kostbarer Wirkstoff verloren gehen oder unwirksam werden. Zudem können Nebenwirkungen wie z. B. Verdauungsstörungen auftreten.

Solche Nebenwirkungen können durch eine Injektion vermieden werden. Die Medikamente gelangen hier entweder direkt oder über Muskeln und Fettgewebe in die Blutbahn. Je nach Art der Injektion können dadurch der Eintritt bis zur Wirkung und die Wirkdauer sehr gut gesteuert werden. So ist es z. B. möglich, dass eine Injektion für einen ganzen Monat ausreicht.

 

Direkt in die Blutbahn: Die intravenöse Injektion

Bei der intravenösen Injektion werden Medikamente über eine Vene direkt in die Blutbahn gespritzt. So kann die gesamte Wirkstoffmenge innerhalb weniger Sekunden bis Minuten wirksam werden. Sie sollte nur von Ärzten oder speziell geschultem medizinischem Fachpersonal durchgeführt werden. [1]

Aufgrund des schnellen Wirkeintritts werden intravenöse Injektionen z. B. in Notfällen angewendet. Aber auch im Krankenhaus werden viele verschiedene Medikamente (z. B. Antibiotika, Chemotherapie), Flüssigkeit oder Nährstoffe auf diesem Wege verabreicht.

 

In den Muskel: Die intramuskuläre Injektion

Das bekannteste Beispiel für intramuskuläre Injektionen sind Impfungen. Sie werden am häufigsten in Oberarm- oder Gesäßmuskeln verabreicht. Der Wirkstoff gelangt anschließend über die Muskelzellen in die Blutbahn. [2] Je nach Zusammensetzung des Medikaments kann der Wirkstoff nach und nach über Minuten, Stunden, Tage oder sogar Wochen abgegeben werden.

In der Regel dürfen intramuskuläre Injektionen nur von Ärzten oder geschultem medizinischem Fachpersonal verabreicht werden. In Ausnahmefällen, z. B. bei einigen chronischen Erkrankungen, können aber auch Laien durch eine spezielle Unterweisung angeleitet werden, intramuskuläre Injektionen zu verabreichen.

 

In das Fettgewebe unter der Haut: Die subkutane Injektion

Subkutane Injektionen können auch von Laien schnell erlernt und sicher durchgeführt werden. Mit einer kurzen, dünnen Nadel erfolgt die Injektion nur wenige Millimeter in das Fettgewebe direkt unter der Haut [3]. Aus diesem Fettgewebe wird der Wirkstoff nach und nach über Minuten, Stunden, Tage oder Wochen in die Blutbahn abgegeben.

Bekannte Beispiele für subkutane Injektionen sind z. B. Spritzen gegen Blutgerinnsel (Thrombosespritzen) oder Insulinspritzen bei der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) [3]. Auch einige Medikamente bei Morbus Cushing und Akromegalie werden subkutan verabreicht.

 

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Quellen:
[1] http://www.med.de/lexikon/intravenoes.html, zuletzt besucht am 19.11.2012
[2] http://www.med.de/lexikon/intramuskulaer.html, zuletzt besucht am 19.11.2012
[3] http://www.med.de/lexikon/subkutan.html, zuletzt besucht am 19.11.2012

Erstellt am: 19.11.2012
Autor: Dr. med. Sonja Hermeneit

Dies ist ein Service von Novartis Pharmaceuticals
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