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Therapietreue unterstützt den Behandlungserfolg bei Hypophysentumoren

Die vorschriftsmäßige Anwendung von Medikamenten und die regelmäßige Teilnahme an Kontrolluntersuchungen spielen eine entscheidende Rolle für den Therapieerfolg bei Hypophysentumoren. Man bezeichnet dies als Therapietreue.

Therapietreue unterstützt den Behandlungserfolg bei HypophysentumorenEin Hypophysentumor erfordert eine langfristige Therapie. Diese kann in Form von Medikamenten oder in Bestrahlungen bestehen. Auch wenn der Tumor operativ entfernt werden konnte, sind Nachsorge­untersuchungen notwendig, um den langfristigen Therapieerfolg zu kontrollieren. Der Erfolg einer Behandlung von Hypophysentumoren hängt ganz entscheidend von der Therapietreue (auch mit den Fachbegriffen Compliance oder Adhärenz bezeichnet) ab. Hierzu gehört zum einen, dass der Patient sein Medikament auf Dauer verlässlich anwendet, aber auch, dass er regelmäßig seine Behandlungs- und Nachsorgetermine wahrnimmt.

 

Mangelnde Therapietreue kann viele Gründe haben

So haben Untersuchungen ergeben, dass in den Industriestaaten nur etwa die Hälfte der Patienten, die unter einer chronischen Krankheit leiden, therapietreu sind.[1] Dies kann eine Vielzahl von Gründen haben:

Manche Patienten brechen im Laufe der Zeit ihre Behandlung ab, weil es ihnen besser geht und sie glauben, dass die Behandlung nicht mehr notwendig ist. Häufig sind sie auch nicht richtig über den Umgang mit dem Medikament oder die Folgen eines Therapieabbruchs informiert. Manche Patienten vergessen auch einfach die Anwendung oder sie möchten nicht ständig an ihre Krankheit erinnert werden.

Die Angst vor Nebenwirkungen einer Therapie ist möglicherweise ebenfalls ein Grund, um die Behandlung abzubrechen. Auch ein Arzneimittel, das bei einem Patienten nicht oder nur schlecht gegen die Krankheit und ihre Symptome wirksam ist, wird eher vorzeitig abgesetzt. Eine wichtige Rolle spielen die Anwendungshäufigkeit und die Therapiedauer. Muss ein Medikament mehrmals täglich über längere Zeit angewendet werden, kann dies die Therapietreue beeinträchtigen.

Wenn der Patient sein Medikament unregelmäßig verwendet oder die Therapie vorzeitig abbricht, kann das die Wirksamkeit der Behandlung stark beeinträchtigen. Bei der Behandlung von Hypophysentumoren kann es z. B. zur Folge haben, dass die Geschwulst weiterhin übermäßig Hormone produziert und sich die Symptome und Folgeerscheinungen der Erkrankung weiter verschlimmern oder sogar neue hinzukommen.

 

Sie können selbst viel zum Erfolg der Behandlung beitragen

Zu verstehen, warum die Therapietreue eine so wichtige Rolle für den Behandlungserfolg spielt, ist eine wichtige Voraussetzung dafür, die Behandlung konsequent durchzuführen und einzuhalten. Wenn Sie Fragen zu Ihrer Therapie haben oder wissen möchten, wie Sie die Behandlung am besten einhalten können, scheuen Sie sich nicht Ihren behandelnden Arzt auf dieses Thema anzusprechen.

Quellen:
[1] World Health Organization. WHO Report 2003: Adherence to long-term therapies: evidence for action.
[2] W.E. Haefeli. Therapie-Monitoring, Probleme der Compliance (Adherence) und Noncompliance, in: Pharmakotherapie − klinische Pharmakologie, K. Brune, B. Lemmer (Hrsg), Springer Medizin Verlag Heidelberg 2006: S 26−33.
Autoren: Stefan Oetzel, Michaela Spaeth-Dierl
Dies ist ein Service von Novartis Pharmaceuticals
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