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Leben mit Akromegalie: Am Ball bleiben lohnt sich

Wenn Sie Ihre Termine zu den Nachsorgeuntersuchungen zuverlässig wahrnehmen, kann der Verlauf Ihrer Krankheit kontrolliert werden. Es ist somit möglich, die derzeitige Therapie frühzeitig an Veränderungen anzupassen, falls dies nötig ist.

Bei Akromegalie ist es erforderlich, den Behandlungserfolg regelmäßig mit Kontrolluntersuchungen zu überprüfen. Anhand der Untersuchungsergebnisse kann der Arzt feststellen, ob die derzeitige Therapie wirksam ist oder umgestellt bzw. ergänzt werden muss.

Zusätzlich können Sie selbst aktiv werden und sozusagen ein persönliches „Gesundheitsprogramm” entwickeln, um bestmöglich mit der Erkrankung zurechtzukommen.

 

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind wichtig

Als Akromegalie-Patient sollten Sie alle geplanten Nachuntersuchungstermine bei Ihrem Arzt wahrnehmen. Einerseits werden bei diesen Terminen Ihre krankheitsrelevanten Werte kontrolliert. Andererseits können Sie Ihren Arzt informieren, wie Sie sich fühlen. Sie können ihm schildern, welche Beschwerden Sie haben und ihm Fragen bezüglich der Erkrankung stellen. Für Ihren Arzt ist es darüber hinaus wichtig zu erfahren, ob Sie weitere Medikamente wegen eventuell zusätzlicher Erkrankungen einnehmen.

Für Ärzte und Apotheker

Therapiekontrolle bei Hypophysen­tumoren

Mit diesen Informationen kann Ihr Arzt Ihren persönlichen Behandlungsplan immer wieder aktualisieren, um somit den bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen. Wenn Sie ein Patiententagebuch mit allen Beschwerden, den Ergebnissen der Kontrolluntersuchungen und den eingenommenen Medikamenten führen, ist das ebenfalls eine gute Hilfe, um den Krankheitsverlauf zu überwachen.

Bei den Kontrollterminen bei Akromegalie kommen unterschiedliche Untersuchungen in Betracht wie z. B.:

  • Kontrolle der Blutwerte des Wachstumshormons (Growth hormone, GH) und des Insulin-ähnlichen Wachstumsfaktors vom Typ 1 (Insulin-like growth factor-1, IGF-1)
  • Kontrolle des Tumors der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) mittels MRT oder CT
  • Überwachung möglicher Nebenwirkungen der Medikamente
  • Begutachtung des allgemeinen Gesundheitszustands (inklusive Messung des Blutdrucks und Blutzuckers)

 

Nicht nur Laborwerte im Blick behalten

Da Akromegalie das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden beeinflusst, ist es auch wichtig, dass Sie darauf achten, wie es Ihnen psychisch geht. Sollte Sie die Erkrankung anhaltend belasten, so können Ihnen nahestehende Personen, Selbsthilfegruppen oder eine professionelle Beratung (Arzt, Psychologe) Unterstützung bieten.

Aber auch gesundes, abwechslungsreiches Essen und Bewegung, sowie der Rückhalt in der Familie und soziale Kontakte, können zusätzliche Kraft für den Umgang mit dieser belastenden Erkrankung geben. Ihr Arzt kann Ihnen hierzu wertvolle Ratschläge und Tipps geben.

Quelle: http://bestpractice.bmj.com/best-practice/monograph/522/follow-up.html (zuletzt gesichtet am 13.05.2011)

Autor: Dr. Ruth Wissler
Dies ist ein Service von Novartis Pharmaceuticals
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